Tagesablauf im Waisenhaus

Tagesablauf im Waisenhaus

„Bring dein Kind schon in jungen Jahren auf den richtigen Weg,
dann hält es sich auch im Alter daran.“
(Siehe Sprüche 22,6)

Wie funktioniert eigentlich der Alltag der Kinder und Mitarbeitenden im Waisenhaus?
Was ist das Geheimnis, weshalb man hier den Eindruck gewinnt, dass Eile und Stress trotz des hohen Arbeitspensums Fremdwörter sind?
Unsere Zimmer liegen über denen der Kinder, und so bekommen wir mit, wie ein klassischer Morgen verläuft:

4.30–5.00 Uhr: Aufstehen.
Zur Morgenroutine gehören
* gründliches Waschen
* bei den Mädchen das gegenseitige Haareflechten,
* Morgengebet,
* Vorlesen aus der Bibel,
* Aufräum- und Reinigungsdienste,
* noch einmal in die erledigten Schulaufgaben schauen und wiederholen,
* Frühstück,
7.30 Uhr fährt der Schulbus in das Bildungszentrum.

20-21:00 Nachtruhe

Das klingt zu hart für ein Kind?

Benita, unser Teammitglied, die zu Hause selbst in einem Kinderheim arbeitet, sagt:
„Ich habe noch nie in meinem Leben so viele zufriedene und glückliche Kinder auf einmal gesehen.“

 

Alle Menschen mit sozialpädagogischen Anliegen bekommen hier eine Lehrstunde.
 Es liegt eine große Kraft in der Einfachheit des Lebens: ausreichend Zeit am Morgen, gelebte Spiritualität, im WIR und im gemeinsamen Tun, im Zutrauen von Verantwortung – gepaart mit viel Liebe und Disziplin.

Im Übrigen: Handys kennen die Kinder nur von den Mitarbeitenden, wenn diese einmal mit ihrer Familie telefonieren 😉.

An dem Tag, an dem Pastor Babu und seine Frau 1972 die ersten zwei Kinder aufnahmen, wohnten sie in einer schlichten Holzhütte und hatten selbst nichts zu essen. Das ist inzwischen 54 Jahre her.

Wie viele Kinder er seither aufgenommen und großgezogen hat?
Darauf antwortet sein Sohn:
„Das wissen wir nicht genau, aber es sind einige Tausend. Es gab keinen Tag seither, an dem wir nicht von Kindern umgeben waren und neue Kinder aufgenommen haben.“

Indienreise 2026 – Tag 8

Indienreise 2026 – Tag 8

2. Besuch im FFEC – Ein Fest der Freude und des Lernens

Bei unserem zweiten Besuch im FFEC wurden wir mit offenen Armen empfangen. Im großen Saal in der oberen Etage der Schule warteten bereits alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte auf uns. Die freudige Aufregung war förmlich greifbar – ein ganz besonderer Moment für unser gesamtes Team.

Ein Tanzprogramm voller Herz und Talent

Die Kinder hatten ein buntes Tanzprogramm vorbereitet. Für diesen Anlass wurden extra farbenfrohe Kleider ausgeliehen, und die Mädchen trugen ihren schönsten Schmuck. Selbst das Soundsystem wurde von den älteren Jungen aus der Kirche in die Schule gebracht, damit alles perfekt vorbereitet war.

Was dann folgte, war einfach beeindruckend: Mit strahlenden Augen, großer Hingabe und erstaunlichem Können zeigten die Kinder ihr Talent. Diese Freude, diese Energie und diese tänzerischen Fähigkeiten muss man eigentlich selbst erlebt haben – allein dafür hätte sich die Reise schon gelohnt.

Beeindruckendes Bildungsniveau

Doch nicht nur das kulturelle Programm hat uns begeistert. Mindestens ebenso beeindruckend ist das hohe Niveau des Unterrichts im FFEC.

Ein Beispiel aus dem Mathematikunterricht: Bereits in der ersten Klasse multiplizieren die Kinder einstellige mit zweistelligen Zahlen. Die Grundlagen dafür werden schon im Kindergarten gelegt. Dieses Engagement und die pädagogische Qualität zeigen, wie ernst Bildung hier genommen wird – und welches Potenzial in jedem einzelnen Kind steckt.

Dank an engagierte Lehrkräfte

Im Anschluss an die Aufführung haben wir den Lehrerinnen und Lehrern herzlich gedankt und ihnen einige Geschenke überreicht. Besonders berührt hat uns ihre Treue und Hingabe. Obwohl die Gehälter nicht mit denen staatlicher Einrichtungen mithalten können, sind viele Lehrkräfte dem FFEC seit vielen Jahren verbunden.

Eine Lehrerin begleitet die Schule bereits seit 30 Jahren – aus einer Zeit, in der das Schulgebäude lediglich aus einem Dach aus Palmblättern bestand. Wenn man sieht, wie sich die Schule seitdem entwickelt hat, wird deutlich, was durch Ausdauer, Engagement und Unterstützung möglich ist.

Lehrer des FFEC-Gelände 2026

Lehrer des FFEC-Gelände 2015

Lernsituation auf dem FFEC-Gelände 2015

1. Klassenraum im EG 2015 – damals noch ohne Stühle und Bänke

Bau der 1. Etage des FFEC 2015

Gemeinsam Zukunft gestalten

Dank unserer treuen Spenderinnen und Spender, engagierten Vereinsmitglieder und unseres Teams vor Ort hat sich das FFEC in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt. Heute lernen die Kinder in einem stabilen Gebäude, mit motivierten Lehrkräften und einer klaren Perspektive für ihre Zukunft.

Dieser Besuch hat uns einmal mehr gezeigt: Wir können hier wirklich etwas bewirken. Und jeder Beitrag – ob groß oder klein – trägt dazu bei, dass diese Erfolgsgeschichte weitergeschrieben wird.

Herzlichen Dank an alle, die diesen Weg gemeinsam mit uns gehen.

Seitentrackt des FFEC-Gelände 2015

Indienreise 2026 – Tag 7

Indienreise 2026 – Tag 7

Olympische Spiele auf Indisch

Der Höhepunkt jedes Besuches durch unser Team ist normalerweise der Strandtag für die Kinder. Doch in diesem Jahr haben wir uns aus mehreren Gründen kurzfristig dagegen entschieden. Stattdessen gab es einen kreativen Ersatz: Olympische Spiele auf Indisch – und was sollen wir sagen? Es war einfach herrlich!

Schon seit Stunden fieberten die Kinder einem ganz bestimmten Highlight entgegen: dem Spiel „Lemon Spoon“ – besser bekannt als Eierlaufen. Immer wieder kam die Frage: „Wann ist es endlich so weit?“ Als der Startschuss endlich fiel, waren sie völlig aus dem Häuschen. Mit höchster Konzentration und gleichzeitig riesigem Spaß balancierten sie ihre „Eier“ ins Ziel – angefeuert von jubelnden Freunden.

Doch das war längst nicht alles. Weitere Disziplinen sorgten für Begeisterung und Bewegung: Fangen, Wettlaufen, Fußball und das beliebte Spiel „Blinde Kuh“. Überall hörte man Lachen, Rufen und fröhliches Anfeuern.

Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Hingabe und Freude die Kinder dabei waren. Manchmal sind es eben nicht die großen Pläne, sondern die spontanen Entscheidungen, die die schönsten Erinnerungen schaffen.

Indienreise 2026 – Tag 6

Indienreise 2026 – Tag 6

Besuch bei „Home of Hope“ – Freude schenken und Fortschritte bestaunen

Im Rahmen der Konferenztage war auch die Familie des Home of Hope (HOH) mit dabei. 40 Kinder sowie junge Frauen und Männer, die mit HIV infiziert sind oder an AIDS erkrankt sind, verbrachten den Tag mit uns.

Es war eine besondere Zeit voller Lachen und Herzlichkeit. Gemeinsam wurde gebastelt und gesungen – und als besonderes Highlight gab es Schokofondue mit frischen Früchten. Die Freude in den Augen der Kinder zu sehen, war ein Geschenk. Mit einfachen Mitteln konnten wir große Begeisterung auslösen.

Zusammen mit David besuchten wir außerdem die Baustelle des Home of Hope. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel seit unserem letzten Besuch gewachsen ist. Schritt für Schritt entsteht hier ein Ort der Hoffnung, Geborgenheit und Zukunftsperspektive für die betroffenen Menschen.

Wir sind dankbar für alle Unterstützung, die dieses Projekt möglich macht – und staunen immer wieder, wie Gott Türen öffnet und Entwicklung schenkt.

Indienreise 2026 – Tag 4 & 5

Indienreise 2026 – Tag 4 & 5

Pastorenkonferenz – Ermutigung, Gemeinschaft & Kinderfreude

Gestern und heute durften wir eine gesegnete Pastorenkonferenz mit rund 300 Teilnehmern erleben – Männer und Frauen aus verschiedenen Gemeinden kamen zusammen, um Gemeinschaft zu haben, geistliche Impulse zu empfangen und sich gegenseitig zu ermutigen.

Neben Lehre, Austausch und Gebet war besonders die herzliche Atmosphäre spürbar. Es ist jedes Mal bewegend zu sehen, wie stark das Bedürfnis nach Vernetzung und gegenseitiger Unterstützung unter den Leitern vor Ort ist.

Ein besonderes Highlight war auch das Kinderprogramm am Nachmittag. Mit viel Freude wurde gespielt, gelacht und gesungen. Am Abend folgte ein buntes Programm mit biblischen Geschichten und Mitmachliedern. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei – ihre offenen Herzen und ihr fröhliches Mitsingen haben uns tief berührt.

Solche Tage zeigen uns immer wieder, wie wichtig diese Zeiten der Zurüstung und Begegnung sind – für die Leiter ebenso wie für die nächste Generation.