Tag 11: Sonne, Sand und Meer!

Tag 11: Sonne, Sand und Meer!

Heute ist der lang ersehnte Höhepunkt des Besuchs des deutschen Teams: die Schule fällt aus und wir fahren zum Strand. Um 10 Uhr steigen wir also alle in die alten gelben Schulbusse und legen – mit offener Tür! – die 10 Km zurück, die das Waisenhaus vom Indischen Ozean trennen.

Die trockene Ebene ist karg und staubig. Nur einige hohe schlanke Palmen ragen heraus. Wir fahren durch gelbliche Reisfelder und Salinen. Einige Wasserbüffel tümmeln sich in dreckigen Wasserpfützen. Moderne Autos, bunt dekorierte LKWs, Tuktuks, Heuwagen, Scooters und Kühe teilen sich die Straße.

Wir kommen langsam voran, aber die Stimmung ist bombastisch: es wird gesungen, geklatscht und gelacht. Endlich ist der Leuchtturm in Sicht. Wir parken und gehen die letzten 50m zu Fuß. Endlich erblickt man die kleinen Wellen, die sich 20 m vor dem dunkelgrauen Strand brechen und vorrollen. Die Wolken hängen tief, die Sicht ist diesig und es ist drückend schwül.

Die Jungs ziehen rasch ihre T-shirts aus, die Mädchen gehen mit Kleidung rein. Aber bevor sie losrennen können, müssen die Großen eine Schutzkette bei ca. 1 Meter Tiefe bilden. Zu dieser Jahreszeit gibt es tückische Strömungen und keines der Kinder kann schwimmen.

Endlich dürfen sich alle ins Wasser stürzen. Die Freude ist groß! Kinder und die Mitglieder des Deutschen Teams genießen die angenehme Abkühlung. Es wird geschrien, geplantscht, gespritzt, in den Wellen getaucht und Ball gespielt. Die Zeit geht viel zu schnell vorbei. Schon werden wir alle zurückgerufen und treten glücklich den Rückweg an.

Tag 10: Bildungszentrum – Treffen mit den Lehrern

Tag 10: Bildungszentrum – Treffen mit den Lehrern

Nach dem Frühstück und der Morgenandacht brachen wir erneut ins Bildungszentrum auf.

Dort ging es diesmal hinter des Bildungszentrum, wo auf einem gemieteten Stück Land zwei kleine Schulgebäude als Telugu Mittelschule dienen.

Wir standen zunächst draußen in der brennenden Sonne, dann kamen wir in die Klassenräume, in die uns im ersten Augenblick regelrecht dunkel erschienen. Hier werden die Kinder auf Telugu, also in der lokalen Sprache, unterrichtet. Die Regierung verlangt von privaten Träger, dass diese Schulen nun an die Regierung abgegeben werden. Da das Land und die Gebäude aber nicht unseren Partnern gehören, können sie diese auch nicht abgeben.

Die Zukunft sieht nun so aus, dass die Regierung eigene Schulgebäude errichten will und sobald diese fertig sind, sollen die Kinder dorthin gehen.

Auf der Rückseite des Gebäudes ist allerdings auch noch genügend Land, um das geplante College darauf zu errichten.

In der Telugu Mittel Schule sahen wir viele fröhliche Kinderaugen und motivierte Lehrer.

Während wir uns diesen Bereich des Bildungszentrums anschauten, ging die Lehrerin aus unserem Team zum Hospitieren durch die anderen Klassen des Friedrich-Fröbel-Bildungszentrums.

Alle zusammen trafen wir uns mit den Schülern in der „Aula“ und erlebten ein tolles Programm mit einstudierten indischen Tänzen. Die Mädchen und Jungs sind wirklich großartige Tänzerinnen und Tänzer, sie verzauberten uns mit der indischen Musik und ihren schönen Kleidern und den eleganten Bewegungen.

Wir bedankten uns bei den Schülern und Lehrern und beteten noch einmal für das Bildungszentrum. Im Anschluss trafen wir uns mit den Lehrern im Empfangsraum.

Dort gab es zunächst eine kurze Einführung in ein paar kreative Methoden für den Unterricht, wie man z.B. mit Hilfe eines Würfels spielerisch mit den Kindern Englisch lernen kann oder wie man die Zählstäbchen von Fröbel vielfältig nutzen kann.

Dann überreichten wir den Lehrern ein kleines Dankeschön in Form von Taschen & Täschchen mit Kleinigkeiten gefüllt.

Auf der Rückfahrt kauften wir noch ein Blutzuckermessgerät und Teststreifen für ein Mädchen der 10. Klasse, das sieben Jahre lang im Waisenhaus war und vor sechs Monaten an Diabetes erkrankt ist.

Ihre Zuckerwerte sind allerdings katastrophal und es besteht dringender Handlungsbedarf, ihre bisherige Behandlung war völlig unzureichend und wir können nur hoffen und beten, dass sie nicht schon bleibende Schäden davon getragen hat. Ein erfahrener Diabetiker aus unser Team möchte sich, soweit das aus der Ferne möglich ist, um sie kümmern.

Am späten Nachmittag hieß es dann wieder Spielzeit mit den Kindern im Waisenhaus.

Auf der Rückseite des Gebäudes ist allerdings auch noch genügend Land, um das geplante College darauf zu errichten.

In der Telugu Mittel Schule sahen wir viele fröhliche Kinderaugen und motivierte Lehrer.

Während wir uns diesen Bereich des Bildungszentrums anschauten, ging die Lehrerin aus unserem Team zum Hospitieren durch die anderen Klassen des Friedrich-Fröbel-Bildungszentrums.

Alle zusammen trafen wir uns mit den Schülern in der „Aula“ und erlebten ein tolles Programm mit einstudierten indischen Tänzen. Die Mädchen und Jungs sind wirklich großartige Tänzerinnen und Tänzer, sie verzauberten uns mit der indischen Musik und ihren schönen Kleidern und den eleganten Bewegungen.

Wir bedankten uns bei den Schülern und Lehrern und beteten noch einmal für das Bildungszentrum. Im Anschluss trafen wir uns mit den Lehrern im Empfangsraum.

Dort gab es zunächst eine kurze Einführung in ein paar kreative Methoden für den Unterricht, wie man z.B. mit Hilfe eines Würfels spielerisch mit den Kindern Englisch lernen kann oder wie man die Zählstäbchen von Fröbel vielfältig nutzen kann.

Dann überreichten wir den Lehrern ein kleines Dankeschön in Form von Taschen & Täschchen mit Kleinigkeiten gefüllt.

Auf der Rückfahrt kauften wir noch ein Blutzuckermessgerät und Teststreifen für ein Mädchen der 10. Klasse, das sieben Jahre lang im Waisenhaus war und vor sechs Monaten an Diabetes erkrankt ist.

Ihre Zuckerwerte sind allerdings katastrophal und es besteht dringender Handlungsbedarf, ihre bisherige Behandlung war völlig unzureichend und wir können nur hoffen und beten, dass sie nicht schon bleibende Schäden davon getragen hat. Ein erfahrener Diabetiker aus unser Team möchte sich, soweit das aus der Ferne möglich ist, um sie kümmern.

Am späten Nachmittag hieß es dann wieder Spielzeit mit den Kindern im Waisenhaus.

Nach der Abendandacht gab es Dinner. Heute hatte ausnahmsweise kein Kind Geburtstag, dafür brachte das ganze Waisenhaus der Frau eines Teammitgliedes ein Ständchen zu ihrem Geburtstag, per WhatsApp Video-Call.

Müde und glücklich ging es ins Bett.

Tag 9: Das Bildungszentrum – „Friedrich Fröbel Education Center (FFEC)“: Einweihung des Speisesaals und des Sportraums

Tag 9: Das Bildungszentrum – „Friedrich Fröbel Education Center (FFEC)“: Einweihung des Speisesaals und des Sportraums

Der Empfang war wie immer überwältigend: Laute Trommelrhythmen, elegant und farbenfroh gekleidete Kleinkinder, die jedem Mitglied des Teams eine Rose überreicht haben. Im Spalier aller Schülerinnen und Schüler, die mit bunten Fahnen wedelten, liefen alle zum linken Teil des Hauses. Dort war eine Tür mit grünem Band und einer bunten Blumenkette versehen, darüber die Worte „Dinning Hall“ (zu dt.: Speisesaal) zu lesen.

Das Team bekam die ehrenvolle Aufgabe übertragen, den neuen Speisesaal zu eröffnen. Seit diesem Tag müssen die Kinder nicht mehr in der Mittagssonne auf dem Hof essen, sondern können im kühleren Speisesaal sitzen. Tische und Bänke sollen perspektivisch noch gekauft werden.

Danach ging es eine Etage höher: Wieder ein grünes Band, wieder eine Blumenkette, wieder die Ehre einen Raum einzuweihen, den „Activity Room“ (zu deutsch gemeint: Sportraum).

Nicht schlecht gestaunt hat das Team, als von zwei Schülerinnen ein kleiner Einblick zum Schulablauf gegeben wurde – in Englisch und Telugu.

Die Englischkenntnisse haben sich merklich verbessert, sodass die Sprache nun auch im Umgang mit dem Team genutzt und die Verständigung mit den Kindern erleichtert wird. Eltern oder andere Verwandte der Kinder wurden an diesem Tag in die Schule eingeladen. Sie stellten sich und ihre Kinder gemeinsam dem Team vor und erzählten, wie die Kinder zu Hause lernten, welche Berufswünsche sie verfolgen und wie dankbar sie sind, dass ihnen durch das Bildungszentrum die Chance auf eine kostenfreie Bildung ermöglicht wird.

Der Speisesaal und der Sportraum befinden sich in einem Anbau an dem linken Teil des Hauses, der in den letzten Jahren entstanden ist. Die Kosten für den Anbau sind jedoch längst noch nicht komplett beglichen. Pastor Babu hatte die Arbeiten zu seinen Lebzeiten in Auftrag gegeben (er verstarb im September des letzten Jahres), die Kosten in Höhe von umgerechnet 8.000 € sind jedoch noch offen. Die Spielplatzgeräte vor dem Anbau erhielten augenscheinlich einen frischen Anstrich.

Anschließend wurden alle Kindergartenzimmer und Klassenräume besucht: Von Klein nach Groß zog das Team durch alle Räume und wurde herzlich von Lehrerinnen und Kindern begrüßt: „Welcome to our beloved Germany Team“ (dt. Willkommen unser geliebtes deutsches Team) stand da zum Beispiel an der Tafel geschrieben. 

Erste Englischübungen, die Fähigkeit zu buchstabieren in Englisch, Hindi und Telugu, ein Experiment zur Leitfähigkeit von Metallen, Mathematikaufgaben, Plakate und Kreativaufgaben wurden präsentiert. Drei Jungs haben dem Team stolz ihre Miniaturanfertigung des Bildungszentrums präsentiert. Dieses war sogar mit Licht versehen.

Auch die Lehrerzimmer, die Bibliothek sowie das Computerkabinett wurden besichtigt. Die Computer sind größtenteils veraltet und mitunter nicht nutzbar, weshalb eine Neuanschaffung von 10 Computern wünschenswert wäre. Die Klassenräume sind aktuell nicht vollständig gefüllt. Ca. 200 Schülerinnen und Schüler werden derzeitig dort beschult. Die Direktoren der Schule würden gern mehr Kinder aufnehmen. Etwa 500 Schüler könnten dort beschult werden. Dazu wäre jedoch ein zusätzlicher Schulbus notwendig, der die Kinder von Zuhause, umliegenden Fischerdörfern, abholen würde. Aktuell sind zwei in die Jahre gekommene Schulbusse vorhanden: Sie haben bereits 13 bzw. 15 Jahre ihren Dienst getan. Die indische Gesetzgebung sieht inzwischen vor, dass Busse nur noch 15 Jahre genutzt werden dürfen. Das bedeutet, dass aktuell eigentlich sogar zwei neue Schulbusse benötigt werden würden: 20.000 € würde EIN neuer Bus kosten.

Ehemalige Schüler haben daraufhin berichtet, wie es für sie nach der 10. Klasse weitergegangen ist: Viele haben das Bildungszentrum vom Kindergarten an besucht und diese mit der 10. Klasse abgeschlossen. Jetzt studieren sie oder sind auf anderen weiterführenden Schulen. Sie sind sehr dankbar dafür, dass sie durch das FFEC die Chance auf Bildung erhalten haben und ihnen nun verschiedene Perspektiven für die Zukunft offen stehen. In den Dörfern, aus denen sie stammen, erzählen sie anderen Kindern von ihrer Schule und begeistern sie dafür, auch das FFEC zu besuchen. Eine gute und gleichzeitig natürliche Werbekampagne sozusagen.  Als Indienprojekt freuen wir uns darüber, diese Erfolge miterleben zu dürfen und die Geschichte der Einzelnen hören zu können.

Im März ist gerade die Prüfungszeit der Absolventenklassen. Diese waren dementsprechend während des Besuches einige Schülerinnen und Schüler mit intensiven Lernen für die Prüfungen beschäftigt. Nicht alle von ihnen war die ganze Zeit vor Ort, da die Prüfungen mitunter in anderen Städten stattfinden und die Jugendlichen dann dort in der Nähe übernachten. Ende April beginnen dann endlich die Sommerferien für alle Kinder.

Nächste Vorhaben

Im Anschluss gab es für das Team die Möglichkeit mit dem Direktor und der Direktorin über nächste Vorhaben und aktuelle finanzielle Belange zu sprechen:

Die Wasseraufbereitungsanlage am Bildungszentrum funktioniert aktuell nicht. Es wurde empfohlen, diese zu verkaufen und eine neue Wasseraufbereitungsanlage (Kosten ca. 2000 €) zu beschaffen.

Für einige Räume im Schulgebäude werden Deckenventilatoren benötigt, sodass das Lernen auch bei hohen Außentemperaturen – sie lagen jetzt im März zwischen 30-35 °C und werden weiter ansteigen – erträglich zu machen. Für die Finanzierung der Ventilatoren und die Neuanschaffung von Lehrertischen und Schulbänken konnte während unserer Zeit in Machilipatnam bereits eine Lösung gefunden werden.

Die Fenster im Schulgebäude haben keine Glasscheiben. Es ist jedoch notwendig, diese schließen zu können, um u. a. die Kinder vor dem Eindringen von Schlangen schützen zu können. Deshalb ist die Anschaffung neuer Fensterläden notwendig. Weiterhin müssten weitere Waschräume für die Jungs gebaut werden. Die zwei Vorhandenen reichen leider nicht aus. Die Farbe an den Tafeln blättert inzwischen ab und soll bis zum Beginn des neuen Schuljahres, welches in Indien im Juni beginnt, erneuert werden.

Tag 8 – Sonntag

Tag 8 – Sonntag

Heute ist Sonntag und wir sind nun schon eine Woche unterwegs in Indien.

Nach dem morgendlichen Erwachen(was so gut wie allen hier noch sehr schwerfällt) beginnen wir auch diesen Tag mit einem guten Frühstück. Es ist 10:00 Uhr und wir alle ziehen uns schick an. Es steht der Besuch der Kirche mit Predigt, Vorstellungsrunde und viel Gesang auf dem Plan.

Wie beeindruckend, doch die indische Gemeinde ihren Glauben zelebriert. Nach diesem spektakulären Gottesdienst füllten wir unsere Bäuche erneut beim Mittagessen (scharf muss sein). Einige von unserem Team wollten sich gerne einen Hindu-Tempel anschauen. Auch das wird für uns möglich gemacht und so konnten wir auch ein Stück von dieser Glaubenswelt vor Ort erkunden.

Der Tag nahm dann seinen gewohnten Ablauf mit Spielzeit am Nachmittag, abendlicher Andacht und dem Abendessen und wir fielen wie die Abende zuvor, erschöpft jedoch bereichert in den Schlaf.

Tag 7 – Besuch beim Home of Hope

Tag 7 – Besuch beim Home of Hope

Heute ist schon Halbzeit – Bergfest sozusagen. Dieses beginnen wir in verschiedenen feierlichen Wegen: Der Höhepunkt des Tages war das Treffen mit der Home of Hope Family. Dazu suchten wir einige von den Sachspenden zusammen und packten einen Koffer voll mit Geschenken. Zu diesem kommen wir später zurück.

Zunächst begaben wir uns auf das zukünftige HoH-Grundstück, wo wir herzlich von einem Dorfältesten und seiner Familie empfangen wurden. Das Grundstück musste aufgeschüttet werden, um es bei starken Regenfällen vor Überflutungen zu schützen. Das Fundament und die Säulen für die erste Etage sind bereits fertiggestellt. Aktuell wird nicht gebaut, da für den nächsten Bauabschnitt ein fünfstelliger Eurobetrag benötigt wird, welcher nicht in Raten gezahlt werden kann. Die darauffolgenden Bauabschnitte wurden uns erläutern. Auch die zukünftige Nutzung des Geländes wurde uns erklärt: Bau von Küche und Sanitäranlagen, Fischteich und Anbaufläche zur Selbstversorgung, Wasseraufbereitungsanlage, welche auch vom Dorf genutzt werden kann sowie ein Gemeinschaftszentrum.

Nach einer leckeren Kokosnuss sowie selbstgebackenen Crackern ging es für uns zurück zum Orphans Faith Home (= Waisenhaus), wo die HoH-Family schon auf uns wartete. Während des Mittagessens ereilte uns die Botschaft eines ungebetenen Gastes auf dem Gelände. Doch das Problem wurde schon mittels eines Stockes von einem mutigen Mitarbeiter geklärt. Stolz wurde uns die tote Schlange präsentiert.

Danach konnte endlich die gemeinsame Zeit mit der HoH-Family beginnen: Spielen, Malen, Basteln und miteinander mittels Händen und Füßen kommunizieren. Dabei fanden wir heraus, dass die Kinder inzwischen die Möglichkeit haben in die ortsansässige Schule zu gehen. Die einzige Bedingung dafür ist, dass sie keine Infekte oder offenen Wunden haben. Das ist ein großer Schritt Richtung gesellschaftlicher Akzeptanz! Zum Höhepunkt unserer gemeinsamen Zeit feierten wir den Geburtstag eines Jungen – traditionell mit einer Torte, die stückchenweise dem Geburtstagskind von den Gratulanten gefüttert und dann später an die „Gäste“ verteilt wird.

Die Schokolade für das Schokofondue ließen wir einfach in der Mittagshitze in einer Schüssel schmelzen. Es schmeckte den Kindern und Erwachsenen, was an den Hamsterbacken gut zu erkennen war. Fröhlich und mit vollem Koffer machten sie sich auf den langen Heimweg. Dieser besteht aus zwei Stunden Fahrt zurück zum Inseldorf, da das zukünftige (naheliegende) Zuhause noch nicht bewohnbar ist. Dies ist jedoch keine dauerhafte Lösung, da die Lebensumstände von hygienisch herausfordernden Bedingungen und dem Unmut der Dorfbewohner ihnen gegenüber geprägt ist.

Kurz verschnaufen konnten wir bei einer entspannten Teepause (Chai = Schwarztee mit Milch und Zucker). Anschließend hatte eins unserer Teammitglieder die Chance auf dem Motorroller mit in die Stadt zu fahren. Die Fahrten entsprechen nicht den deutschen Verhältnissen, da die Geschwindigkeit so gering ist (ca. 20-30 km/h) kann man selbst bei einem unplanmäßig entgegenkommenden Fahrzeug rechtzeitig reagieren. Währenddessen fand die Spielzeit auf dem Gelände des Waisenhauses statt und direkt anschließend wieder das Abendprogramm. Die besondere Aufgabe des Leadsingers wurde dieses Mal vom Leiter der Einrichtung persönlich übernommen.

Während des Abendessens fuhren ein Teil der Leiterfamilie zum Flughafen, um die älteste Tochter abzuholen, welche seit einem halben Jahr in Australien wohnt. Wie auch für unsere Ankunft wurde der Hof entsprechend dekoriert und die Kinder standen mit Trommeln und Tänzen bereit. Nach vielen Umarmungen, Freudentränen und Kuchen, der ihr gefüttert wurde, zogen wir uns heute früher als üblich zurück, um die Familie ihre Wiedersehensfreude und gemeinsame Zeit genießen zu lassen.